Das Museum für ägyptische Altertümer in Turin ist nach dem Museum von Kairo das zweitgrößte Museum der Welt, das der Welt des antiken Ägypten gewidmet ist. Es wurde 1826 mit dem Ankauf einer umfangreichen Sammlung des französischen Konsuls in Ägypten durch König Karl Felix gegründet. Es ist im Palais der Akademie der Wissenschaften untergebracht, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, und zeigt von den 30.000 aufbewahrten Objekten fast 6.500 Stücke, wie Statuen, Sarkophage, Mumien, Stelen, Amulette, Papyri, Schmuck usw.
Unter den zahlreichen Meisterwerken seien die Statue von Ramses II., die Gräber von Kha und Merit oder der Felstempel von Thutmosis III. erwähnt.



Rundgang durch das Museum
Hier folgt ein Rundgang durch das Museum, wobei einige der bemerkenswerten Objekte erwähnt werden, die im Verlauf der verschiedenen Säle zu sehen sind, beginnend auf der Ebene des Eingangs, im Untergeschoss, und dem „Itinerar“ folgend, das sich im zweiten Stock und dann im ersten Stock fortsetzt, mit teils chronologischen, teils thematischen Abschnitten (Sarkophage, Mumien) oder solchen, die bestimmten Stätten Ägyptens gewidmet sind. Dann endet der Besuch mit einem Höhepunkt im Erdgeschoss mit den monumentalen Statuen von Königen und Göttern.
Untergeschoss
Diese Ebene von geringer Größe ist eine Einführung in das Museum, indem sie seine Geschichte und die ägyptischen Entdeckungen zeigt, insbesondere den langen Papyrus, der als Totenbuch des Iouefankh bezeichnet wird. Dies war der erste Papyrus, der diesen Titel trug, als er 1842 übersetzt wurde und aus der ptolemäischen Zeit stammt, zwischen dem 4. und 1. Jahrhundert v. Chr. Diese „Totenbücher“, die von ihren Zeitgenossen in Wirklichkeit „Bücher zum Heraustreten am Tag“ genannt wurden, waren Papyrusrollen, die in den Gräbern ägyptischer Adliger neben den Mumien platziert wurden. Sie beschreiben den Übergang der Seele des Verstorbenen, um den Finsternissen und der Vergessenheit zu entgehen und in „den Tag“, das Jenseits, einzutreten, mit den verschiedenen Etappen wie der Reise in der Barke des Sonnengottes Re, der Durchquerung des Reiches des Osiris mit der „Wägung der Herzen“ durch Maat usw.
Grabformeln, die je nach Verstorbenem variieren, dienen dazu, diesen auf seiner Reise in die andere Welt zu leiten.
Dieser faszinierende Papyrus wird von vollständigen Übersetzungen begleitet.



Zweiter Stock
In den Sälen dieser Etage sind insbesondere wunderbare Stelen, Statuen und Sarkophage untergebracht, mit mehreren rekonstruierten Gräbern aus den ersten Dynastien und sogar Grabstätten, die älter als die dynastische Periode sind.
- Saal 2: prä- und protodynastisch (thinitisch)
- Saal 3: Grab der Unbekannten und Grab von Iti und Neferu
- Saal 4: Mittleres Reich
- Saal 5: Mittleres und Neues Reich
Eine erstaunliche Mumie in fötaler Position stammt aus der prädynastischen Zeit, stammt von der Stätte Gebelein und datiert auf etwa 3600–3500 v. Chr. Man entdeckt zum Beispiel auch die hübsche Statue der Prinzessin Redji, die die Tochter eines Königs des Alten Reiches gewesen sein soll (2592–2544 v. Chr.), die Scheintür des Grabes der Prinzessin Uhemnefret (2543–2435 v. Chr.), die den Übergang ins Jenseits ermöglichte.
Unter den Gräbern der Stätte von Gebelin finden sich die wunderbaren Bildwände der Wände des Grabes von Iti und Neferu (2118–1980 v. Chr.), die insbesondere Szenen aus dem Leben des Verstorbenen darstellen, wie Tieropferrituale und Jagdszenen. Das Grab der Unbekannten (2435–2305 v. Chr.) ist mit seinen Mumien und seinem gesamten Material rekonstruiert. Man findet alte Gräber mit Booten und Ruderern wie das Grab von Ini (2090 v. Chr.) oder das Grab von Shemes (1980–1700 v. Chr.). Ausgestellt sind auch Tausende von Objekten des täglichen und kulturellen Lebens der alten Ägypter, die Kalksteinstatue des sitzenden Ouahka (1976–1794 v. Chr.) und die Sarkophage des Neuen Reiches (von der Stätte Puia).











Erster Stock
- Saal 6: Stätte von Deir el-Medina
- Saal 7: Grab des Cha
- Saal 8: Galerie der Sarkophage
- Saal 10: Stätte des Tals der Königinnen
- Saal 11: Spätzeit
- Saal 12: Ptolemäische Zeit
Diese Etage ist nicht weniger reich, mit der prächtigen Galerie der Sarkophage und den Sälen, die der Nekropole von Deir el-Medina oder jener des Tals der Königinnen gewidmet sind. So entdeckt man unter den Objekten aus dem Grab von Merit und Cha die wunderschöne Maske der Merit (1425–1353 v. Chr.) oder ihren Sarkophag sowie jenen ihres Gatten Cha und all die faszinierenden Gegenstände, die mit den Verstorbenen verbunden sind.
Die Sarkophage der Galerie sind sehr reich verziert und mit einer Fülle von Details und Texten bemalt, wie zum Beispiel jener der Tabakenkhonsu (1076–944 v. Chr.), Sängerin des Amun, jener des Schreibers Butehamon (1076–944 v. Chr.) oder die großen Sarkophage der Spätzeit aus schwarzem Stein von Gemenefherbak (664–525 v. Chr.) und von Ibi (664–610 v. Chr.)
Unter den Objekten stammt das wunderschöne Pyramidion des Ramose (1292–1190 v. Chr.) aus dem Neuen Reich, die Kalksteinstatue von Pendua und Nefertari (1292–1190 v. Chr.) , auf der die Gatten sich küssen, die Kapelle von Maia und Tamit mit ihren Wandmalereien, der Ostrakon der Tänzerin (1292–1076 v. Chr.) in einer besonderen Pose.
Eine hübsche Serie von Statuetten versammelt die ägyptischen Gottheiten.







(1076–944 v. Chr.)











Erdgeschoss
- Saal 14a/b – Galerie der Könige
- Saal 15: Tempel von Ellesija/Nubischer Saal
Im großen Saal des Erdgeschosses zeigen sich aus dem allgemeinen Halbdunkel heraus die großen Statuen der Galerie der ägyptischen Könige, mit den großen Sphingen, gewaltigen Pharaonen und Gottheiten, die durch eine sorgfältige Beleuchtung hervorgehoben werden, darunter Tutanchamun, Horemheb, Thutmosis III., Sethi II., Ramses II. (1279/1213 v. Chr.), Amun.
Den Besuch beschließt der Tempel von Ellesija, der von Thutmosis III. errichtet und dann von den Pharaonen Echnaton und Ramses II. verschönert wurde und den Ägypten Italien für seinen Beitrag zur Verlegung der Stätten des oberen Niltals wie Abu Simbel schenkte, die durch den Stausee des Assuan-Staudamms überflutet werden sollten.







Karte und Adresse
Via Accademia delle Scienze, 6, 10123 Turin
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Informationen
- Offizielle Website: www.museoegizio.it
- Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org
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Commentaires
Commentaires dans d’autres langues
Bien d'accord
Ce musée est très riche et bien documenté, il est facile d'y passer au moins 3 ou 4 heures, tant les curiosités à découvrir sont nombreuses, à moins de limiter le parcours aux salles exposant les objets les plus prestigieux